Qualitätsregelkreis

Die Qualitätsdimensionen stecken den Rahmen ab für den Qualitätsregelkreis Studiengang ab, der sich an den Prozessphasen des Deming-Kreises orientiert und auf den kontinuierlichen Verbesserungsprozess fokussiert: Plan (P) – Do (D) – Check (C) – Act (A).

HMTM Infografiken Qualitätsregelkreis

Die Prozessphasen des P-D-C-A-Zyklus lassen sich heranziehen, um die Kernprozesse in Studium und Lehre und somit den Studiengangslebenszyklus darzustellen: die Einrichtung eines Studiengangs (P), die Durchführung eines Studiengangs (D), die Überprüfung eines Studiengangs (C) sowie die Weiterentwicklung oder ggf. Aufhebung eines Studiengangs (A). Idealtypischer Ausgangspunkt des Qualitätsregelkreises über diese Strukturierungsebene ist die Einrichtung eines neuen Studiengangs.

Die vier beschriebenen Qualitätsdimensionen lassen sich nicht idealtypisch den einzelnen Prozessphasen zuordnen, sondern bilden vielmehr einen ganzheitlichen Rahmen.

Die Einrichtung eines Studiengangs steht in der Plan-Phase im Fokus. Die Kernprozessbeschreibung hierzu zielt zum einen auf die Umsetzungsebene (Akteure, zeitliche Planung, Dokumente etc.), zum anderen steht die inhaltliche Zieldefinition des geplanten Studiengangs (Qualifikationsziele, Abschlussniveau, Studiengangskonzeption) im Mittelpunkt. 

Die Do-Phase bezieht sich auf die Durchführung eines Studiengangs. In den Ausführungen dazu wird der Blick auf die Beteiligten gerichtet: Dies sind einerseits die Lehrenden. Andererseits umfasst die Durchführung eines Studiengangs vielfältige organisatorische Aspekte auf der Verwaltungsseite. Die mit den jeweiligen Arbeitsabläufen verbundenen Prozesse und Verfahrensschritte (wie z. B. die Planung von Prüfungen oder die turnusmäßige Veröffentlichung des Online-Vorlesungsverzeichnisses) werden hier jedoch nicht im Sinne einer typischen Kernprozessbeschreibung dargestellt.

Die Check-Phase Überprüfung eines Studiengangs wird anhand der Instrumente beschrieben, die zur Überprüfung der inhaltlichen Zieldefinition eines Studiengangs eingesetzt werden: Evaluationen und interne (Re-)Akkreditierung. Über diese Instrumente wird versucht, mögliche Gründe im Falle des Nicht-Erreichens zu erfassen. Über diese Instrumente werden aber auch Parameter aus der Do-Phase erfasst und überprüft (z. B. Studien- und Prüfungsorganisation, Beratungs- und Betreuungsangebote).

Die Act-Phase bezieht sich auf mögliche Konsequenzen aus der Check-Phase. Eine Konsequenz kann die Weiterentwicklung eines Studiengangs sein. In der Kernprozessbeschreibung wird der Blick auf die Umsetzungsebene (also Akteure, zeitliche Planung, Dokumente etc.) gerichtet. Je nach Art und Umfang der geplanten Weiterentwicklung ist eine Modifikation der inhaltlichen Zieldefinition des nunmehr nicht mehr neuen, sondern laufenden Studiengangs notwendig. In der Prozessbeschreibung zur Aufhebung eines Studiengangs – auch dies eine mögliche Konsequenz aus der Check-Phase – werden ebenfalls die Verfahrensschritte aufgezeigt, die es zu berücksichtigen gilt.

Alle Kernprozesse sind im Handbuch für Qualitätsmanagement beschrieben.