Harald Strebel erhält Ehrendoktor

 2021 04 26 Ehrendoktorwürde Strebel

Von links nach rechts: Prof. Dr. Bernd Redmann, Prof. Dr. Irene Holzer, Harald Strebel, Prof. Dr. Friedrich Geiger

Am Samstag, den 24. April 2021 hat die HMTM dem Musikhistoriker und Klarinettisten Harald Strebel »in Würdigung seiner außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen in der Musikwissenschaft, insbesondere seiner Arbeiten zu Werk und Leben von Wolfgang Amadé Mozart sowie zu organologischen Fragen der Klarinetteninstrumente« die Ehrendoktorwürde verliehen. Im Rahmen des musikwissenschaftlichen Symposiums »Historische Blasinstrumente: Bau – Spiel – Klang – Sinn« überreichte Präsident Prof. Dr. Bernd Redmann Harald Strebel die Urkunde, Prof. Dr. Irene Holzer (LMU) hielt die Laudatio.

Der Schweizer Harald Strebel (* 1942) wurde nach dem Musikstudium in Winterthur und Zürich 1964 Dozent für Klarinette am Konservatorium Winterthur. Nach Substituten u.a. im Orchester des Musikkollegiums Winterthur und dem Tonhalle-Orchester Zürich erfolgte 1966 das Engagement als Soloklarinettist in das PACT-Orchestra Pretoria und im gleichen Jahr die Berufung als Soloklarinettist in das Cape Town Symphony Orchestra. Zugleich wurde er Dozent an den Musikfakultäten der Universitäten von Cape Town und Stellenbosch. 1976 kehrte Harald Strebel zurück in die Schweiz. Neben intensiver Konzertpraxis in Europa und Übersee mit namhaften Dirigenten und Künstlern*innen widmete er sich vermehrt der Lehr- und Vortragstätigkeit sowie der Forschung mit den Schwerpunkten Mozart und Wiener Klassik. Neben einer Vielzahl kleinerer oder größerer wissenschaftlicher Studien publizierte er mehrere Bücher, u.a. »Der Freimaurer Wolfgang Amadé Mozart« (Stäfa: Rothenhäusler, 1991), »Mozarts Schwägerin Aloysia Lange« (Zürich: Hug, 2003) und – als zentrales Werk – die 3-bändige Arbeit »Anton Stadler. Wirken und Lebensumfeld des Mozart-Klarinettisten« (Wien: Hollitzer, 2016 und 2020).

Dank seiner langjährigen Erfahrungen als ausübender Musiker zeichnen sich Harald Strebels Arbeiten nicht nur durch einen hohen wissenschaftlichen Standard und ein tiefes geschichtlich-musikalisches Verständnis aus, sondern auch durch seine exzellenten Kenntnisse des historischen Instrumentariums. Bei dem musikwissenschaftlichen Symposium der HMTM hielt er den Vortrag »Gedanken zur aktuellen Aufführungspraxis am Beispiel W. A. Mozarts«.