Ein Kompositionspreis mit Potenzial

(c) Ita Prisch
(c) Ita Prisch

Der Präsident der Hochschule für Musik und Theater München, Prof. Dr. Bernd Redmann, stellte im Rahmen einer Pressekonferenz am 7. Dezember 2017 den international ausgeschriebenen Kompositionswettbewerb »Wolf Durmashkin Composition Award« (WDCA) zum Thema »Musik und Holocaust« vor. Wolf Durmashkin war ein vielseitiger jüdischer Musiker aus Vilnius, der 1944 von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

»Ein derartiges Projekt«, erläuterte Redmann, »hat es an unserer Hochschule noch nie gegeben.« Der Wettbewerb beinhalte ein weit über das eigentliche Anliegen hinausgehende Potenzial. Junge Nachwuchskomponisten sind aufgerufen, sich mit diesem Thema künstlerisch auseinanderzusetzen. Gleichzeitig sollen durch diesen Wettbewerb Impulse für das geplante Forschungsinstitut der Hochschule für Musik und Theater München gesetzt werden. Es soll sich unter anderem mit im Nationalsozialismus verfolgten Komponisten und Musikern aus München auseinandersetzen.

Redmann erklärt weiter: »Der Wettbewerb spiegelt unser Interesse an einer kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wider, und freuen uns, dass wir die Möglichkeit bekommen, hier beteiligt zu sein – als Kooperationspartner, in der Jury und später bei der Uraufführung der preisgekrönten Werke.«
Diese werden im Rahmen eines Jubiläumskonzertes am 10. Mai 2018 vom Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie unter der Leitung von Mark Mast uraufgeführt.

Der Wettbewerb richtet sich an Komponisten bis 35 Jahren. Einsendeschluss ist der 10. Januar 2018 (Poststempel).
Weitere Informationen unter: www.wdc-award.org