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Marilyn Schmiege – HonProf. für Gesang PDF Drucken
Marilyn Schmiege
Marilyn Schmiege
1948 in Milwaukee (USA) geboren, sang über dreißig Jahre lang auf internationalen Opernbühnen und Konzertpodien bis sie 2001 begann, am Richard-Strauss-Konservatorium Gesang zu unterrichten. Seit der Fusion mit der Hochschule für Musik und Theater München 2008 gehört sie zu den Lehrkräften dieses Instituts, wo sie Mai 2010 zu Honorarprofessorin ernannt wurde.

Mit Dorabella fing ihre Opernkarriere 1978 in Wuppertal an.  Diese Partie begleitete sie ihr ganzes Sängerleben hindurch:  im ersten Engagement am Münchner Gärtnerplatztheater, wo sie u.a. auch Rosina und  Cherubino sang, in der Dieter Dorn Inszenierung 1993 am Münchner Nationaltheater (wo sie 1989 als Octavian debutierte)  und zuletzt 2005 an der Semperoper Dresden (Debut 1986 als Komponist).  Sie sang Kundry in Bayreuth (Giuseppe Sinopoli) und Venus an der Metropolitan Opera New York (James Levine).  Zu ihrer wichtigsten Opernpartien gehören Octavian (Dresden, München, Wien), Werther Charlotte (Stuttgart), Sieglinde (Santiago de Chile und Ravello), Ariane in Dukas' Ariane et Barbe-bleue,  Wozzeck Marie, Lulu Geschwitz, Merteuil in Liaisons dangéreuses (Uraufführung, De Vlaamse Opera), und Die Frau in Schönbergs Von Heute auf Morgen (Amsterdam 1995 und Leipzig 2009).  Schrekers Die Gezeichneten (Edo de Waart), Le Nozze di Figaro (Sir Colin Davis), Humperdincks Die Königskinder (Fabio Luisi) und Haydns Orfeo ed Euridice sind u.v.a. in Aufnahmen dokumentiert.

Prägend war ihre Arbeit mit Harry Kupfer, vor allem Katerina Ismailowa in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk  in Köln.  Carmen (Kulturpreis der Berliner Zeitung) und Fidelio Leonore an der Komischen Oper Berlin, Venus in Hamburg, und Johanna von Orleans in München folgten. 

Zu den Höhepunkten im Konzertbereich gehören Jan Nováks Dido mit Rafael Kubelik (Aufnahme mit dem BR Sinfonieorchester) und in der Avery Fisher Hall New York, Das Lied von der Erde unter Sir Simon Rattle, Berlioz' Les Nuits d'Été, Herminie, und La mort de Cléopâtre,  HeHHerminieZemlinskys Lyrische Sinfonie im Berliner Konzerthaus und Isoldes Liebestod und Drei Bruchstücke aus Wozzeck mit Daniele Gatti und den Münchner Philharmonikern.

Schönbergs Das Buch der hängenden Gärten, Hindemiths Das Marienleben, Lieder von Mahler, Schumann, Pfitzner, Poulenc und Ravel bilden einen kleinen Teil des Liedrepertoires, das sie zusammen mit dem Pianisten Donald Sulzen aufgeführt hat.  Lieder von Fauré (ausgezeichnet in La Monde de la Musique), Brahms und Liszt erschienen bei Orfeo als CD.

Die höchste Auszeichnung „Distinguished Alumna"  erhielt sie 2008 von ihrer Alma mater Valparaiso University.  2009 organisierte sie den ersten BDG vor Ort-München mit, ein Forum für lokale Gesangspädagogen.  Qigong (Unterricht am ASZ-Maxvorstadt und für die Jugendakademie der Hochschule), Energie-Arbeit und Kinesiologie sind eine wichtige Ergänzung ihrer sängerischen und pädagogischen Tätigkeiten.