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Geigenstudenten erspielen sich kostbare Instrumente PDF Drucken einem Freund erzählen
Christel Lee Foto: DSM_David Ausserhofer
Christel Lee Foto: DSM_David Ausserhofer
Schon zum 24. Mal wurde der Wettbewerb des deutschen Musikinstrumentenfonds ausgetragen, bei dem wertvolle historische Instrumente an junge Spitzenmusiker vergeben werden. Mit Verio Tchumburidze, Christel Lee und Georg Pfirsch gingen gleich drei Studierende der Hochschule als Preisträger aus dem Wettbewerb hervor: Verio Tchumburidze (19) ist Studentin von Prof. Ana Chumachenco und trat zum ersten Mal beim Wettbewerb an. Sie erspielte sich auf Anhieb eines der Meisterinstrumente, eine historische Violine von Giambattista Guadagnini, Mailand 1756, eine treuhänderische Eingabe in den Fonds aus Privatbesitz. Christel Lee, ebenfalls aus der Klasse von Prof. Ana Chumachenco, begeisterte die Jury bereits im letzten Jahr und erspielte sich eine Violine von Lorenzo Storioni, Cremona 1781. Noch im selben Jahr gelang ihr mit diesem Instrument der Gewinn des renommierten internationalen Jean Sibelius Wettbewerbs in Helsinki. Nun konnte sie mit ihrem fulminanten Vorspiel die Jury erneut überzeugen und ihre Leihfrist für diese Meistervioline verlängern. Georg Pfirsch (26) studiert bei Prof. Mi-Kyung Lee und spielt bereits seit 2007 ein Instrument aus dem Fonds, derzeit eine Violine von Nicolo Gaglaino, Neapel ca. 1755, eine treuhänderische Eingabe aus Castrop-Rauxeler Familienbesitz. Auch er konnte die Frist für dieses Instrument erfolgreich verlängern.

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Das Gipfeltreffen des Deutschen Streichernachwuchses findet jedes Jahr im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg statt. 58 vielversprechende und bereits ausgezeichnete Musiker im Alter von11 bis 28 Jahren aus ganz Deutschland versammelten sich zum Spiel um die historischen und zeitgenössischen Instrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, darunter in diesem Jahr herrliche Violinen von Antonio Stradivari und Nicolo Gagliano, eine Viola von Gimabattista Ceruti und jahrhundertealte Celli von Francesco Ruggeri und Joseph Antonius Rocca. 49 Teilnehmern wurde von der fünfköpfigen Fachjury unter Vorsitz des renommierten Solistenausbilders Prof. Igor Ozim (Salzburg) eines der begehrten Spitzeninstrumente verliehen bzw. konnte die Leihfrist für ein bereits erspieltes Instrument verlängert werden.
„In diesem Jahr haben wir uns besonders auf viele Neuentdeckungen gefreut. Wir konnten einigen noch sehr jungen aber bereits hervorragend entwickelten Begabungen eine Chance geben, am Wettbewerb teilzunehmen und waren alle überrascht von deren hohem Niveau", resümiert Irene Schulte-Hillen, Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben.

Beim bis auf den letzten Platz gefüllten Preisträgerkonzert vor 250 geladenen Gästen, darunter Instrumententreugeber, Kooperationspartner und Konzertveranstalter sowie Freunde und Förderer der Stiftung, begeisterten die strahlenden Gewinner mit musikalischer Virtuosität. Das Konzert wurde mitgeschnitten und wird am Sonntag, den 13. März 2016 um 21.05 Uhr als „Konzertdokument der Woche" vom Deutschlandfunk ausgestrahlt.
Weitere Details unter www.deutsche-stiftung-musikleben.de