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Prof. Andreas Schmidt - Gesang PDF Drucken einem Freund erzählen

Andreas Schmidt
Andreas Schmidt wurde als Sohn des Kirchenmusikdirektors Prof. Hartmut Schmidt in Düsseldorf geboren. Er studierte zunächst Klavier, Orgel und Dirigieren, dann Gesang bei Ingeborg Reichelt in Düsseldorf und Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.
Nach dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs wurde er sofort an die Deutsche Oper Berlin engagiert. Seitdem hat er in Berlin sowohl an der Deutschen Oper wie auch an der Staatsoper in zahlreichen Rollen auf der Bühne gestanden, u.a. als Guglielmo (Cosi fan tutte), Almaviva (Le nozze di Figaro), Don Giovanni, Wolfram (Tannhäuser), Valentin (Faust), Posa (Don Carlo), Marcello (Boheme), Beckmesser (Meistersinger), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Faninal (Rosenkavalier) Gunther (Götterdämmerung), Kurwenal (Tristan und Isolde) sowie in Uraufführungen von Wolfgang Rihm und Hans Werner Henze.

Andreas Schmidt gastierte an wichtigen Opernhäusern wie z.B. den Staatsopern von Hamburg, Dresden, München und Wien, der Nederlandse Opera Amsterdam, dem Grand Theatre de Geneve, dem Royal Opera House Covent Garden London, dem Gran Teatro del Liceu Barcelona, dem Teatro Real Madrid, der Grand Opera und der Opera de la Bastille Paris, dem Teatro alla Scala Milano und der Metropolitan Opera New York.

Konzert- und Liederabendtourneen führten Andreas Schmidt in die Musikzentren der ganzen
Welt, wo er mit nahezu allen bedeutenden Orchestern aufgetreten ist. Er arbeitete mit Dirigenten wie Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Bernstein, Bertini, Blomstedt, Bolton, Brüggen, Bychkov, Chailly, Conlon, C. Davis, Dohnanyi, Eschenbach, Frühbeck de Burgos, Gatti, Gardiner, Gielen, Giulini, Haitink, Harnoncourt, Herreweghe, Janowski, Jordan, Levine, Luisi, Marriner, Masur, Metzmacher, Muti, Nagano, Norrington, Ozawa, Rilling, Sawallisch, Schreier, Sinopoli, Solti, Stein, Tate, Thielemann u.v.a.

Neben seinen Verpflichtungen als Opern-und Konzertsänger hat sich Andreas Schmidt auch als Liedersänger einen Namen gemacht. Seit einigen Jahren hat der Sänger eine feste künstlerische Partnerschaft mit dem Pianisten Rudolf Jansen, daneben hat er aber auch immer mit anderen Partnern musiziert, so mit Vladimir Ashkenazy, Elena Bashkirova, Daniel Barenboim, Jörg Demus, Helmut Deutsch, Hartmut Höll, Burkhard Kehring, Geoffrey Parsons und Roger Vignoles.

Zahlreiche Funk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren die künstlerische Bandbreite des Sängers von Bach bis Rihm, ebenso wie die mehr als 130 Plattenproduktionen für DGG, BMG, Philips, Decca, Teldec, Sony, EMI, CPO, Hänssler u.a., die vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurden wie dem Deutschen Schallplattenpreis, dem Grand Prix du disque,
oder dem Echo Klassik.

Auch bei den bedeutenden Festivals ist Andreas Schmidt ein gefragter Künstler, so bei den Salzburger Festspielen, den Wiener und Berliner Festwochen, in Aix-en-Provence, Edinburgh und Glyndebourne. In Bayreuth war er sieben Jahre lang Beckmesser in den „Meistersingern von Nürnberg" bei den Festspielen unter der Leitung von Daniel Barenboim und Christian Thielemann und fünf Jahre Amfortas im „Parsifal" unter Giuseppe Sinopoli, Christoph Eschenbach und Christian Thielemann.

Andreas Schmidt arbeitet als Juror bei internationalen Gesangswettbewerben, gibt im In-und Ausland Meisterkurse , er ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbandes Düsseldorf. 1997 wurde ihm vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg der Titel „Kammersänger" verliehen. 2007 folgte er dem Ruf auf eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden, 2010 wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater, München.