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Christiane Iven übernimmt Professur für Gesang PDF Drucken einem Freund erzählen
Christiane Iven, Foto: © Christine Schneider
Christiane Iven, Foto: © Christine Schneider
Die Sopranistin Christiane Iven übernimmt zum Studienjahr 2013/14 an der Hochschule für Musik und Theater München eine Gesangsprofessur. Sie wird Nachfolgerin von Prof. Daphne Evangelatos, die nach langjähriger verdienstvoller Tätigkeit an der Hochschule emeritiert wird, der Hochschule im Lehrauftrag aber noch verbunden bleibt.
Christiane Iven wurde in Hamburg geboren, studierte in ihrer Heimatstadt bei Judith Beckmann und ergänzte ihre Ausbildung mit Lied-Interpretationskursen bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sie wurde Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs und mehrerer internationaler Wettbewerbe. Für herausragende kulturelle Verdienste wurde ihr 2006 der Niedersächsische Staatspreis verliehen. Im November 2011 wurde sie zur baden-württembergischen Kammersängerin ernannt.
Ihre sängerische Laufbahn begann Christiane Iven am Bremer Theater, wechselte dann an das Nationaltheater Mannheim und an die Staatsoper Hannover. Die vielseitige Sopranistin gehört seit einigen Jahren der Staatsoper Stuttgart an, wo sie als Feldmarschallin (Rosenkavalier), Agathe (Freischütz), Didon (Les Troyens) und Kundry (Parsifal) das Publikum begeisterte. An verschiedenen europäischen Opernhäusern war sie in den letzten Jahren zu Gast, u. a. als Sieglinde (Walküre) in Budapest und Feldmarschallin (Rosenkavalier) in Rom und Berlin. Auch als Konzert- und Liedsängerin ist die Künstlerin außerordentlich erfolgreich. Sie sang mit Orchestern und Dirigenten wie der Academy of St. Martin in the Fields unter Sir Neville Marriner, dem Concertgebouworkest Amsterdam unter Nikolaus Harnoncourt, NHK Symphony Orchestra Tokyo, den Bamberger Symphonikern, den NDR- und SWR-Sinfonieorchestern, der Oslo Philharmonic unter Heinz Holliger, dem Orchestre de la Suisse Romande unter Fabio Luisi, dem Rundfunksinfonieorchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre Chambre de Lausanne unter Christian Zacharias, der Tschechischen Philharmonie unter Eliahu Inbal und vielen anderen.
Gemeinsam mit Thomas Quasthoff gab sie ihr Debut in Wien mit Wolfs Italienischem Liederbuch. Ihre Liederabende unter anderem mit András Schiff, Wolfram Rieger, Burkhard Kehring oder zusammen mit Bruno Ganz (Marienleben von Hindemith) und Liese Klahn erhielten hervorragende Rezensionen. Sie war bei den großen Musikfestivals, etwa den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Luzerner Festwochen sowie den Schwetzinger Festspielen zu Gast.
Zuletzt erschienen Aufnahmen mit Christiane Iven von Schumanns Faust-Szenen unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt mit dem Concertgebouworkest, Lieder von Alban Berg zusammen mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg unter Marc Albrecht sowie Lieder aus Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit Michael Gielen und dem SWR Sinfonieorchester (hänssler classic).
Christiane Iven hatte von 2001 bis 2007 eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater Hannover inne und wird ihre vielfältige künstlerische wie pädagogische Erfahrung nun der Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München widmen.

www.christianeiven.de