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Martha Schuster - Professorin für Orgel PDF Drucken

Martha Schuster erhielt ihren ersten Orgelunterricht bei Diethard Hellmann in Mainz und studierte Kirchenmusik an der Musikhochschule in Frankfurt am Main. Ihre Lehrer waren dort Helmut Walcha (Orgel) und Kurt Hessenberg (Tonsatz und Komposition). Sie beschloss ihre Studien nach dem A-Examen mit der Konzertreife in der Meisterklasse von Helmut Walcha.
Im Rahmen der Sommerakademie für Organisten in Haarlem ergänzte die Organistin ihre künstlerische Ausbildung bei Marie-Claire Alain, Luigi Fernando Tagliavini und Hans Haselböck.

Die Künstlerin fand bei Wettbewerben mehrfach hohe Anerkennung:
1968 1. Preis beim Wettbewerb der Internationalen Orgelwoche (Edwin-Fischer-Preis) in Nürnberg, 1971 Förderpreis beim Wettbewerb der Deutschen Rundfunkanstalten (ARD) in München. Damit war der Grundstein für eine außergewöhnlich umfangreiche internationale Konzerttätigkeit gelegt.

In den Jahren 1968 bis 1990 war Martha Schuster Organistin an der Gedächtnis-, Markus- und Stiftskirche in Stuttgart. 1982 wurde ihr der Titel Kirchenmusikdirektor verliehen.

Besondere Reputation erfuhr Martha Schuster auch als Cembalistin: sie wirkte von 1970 bis 1977 regelmäßig bei der Gesamtaufnahme von J. S. Bachs Kantaten mit der Gächinger Kantorei unter Helmuth Rilling mit. Außerdem machte sie zahlreiche Aufnahmen für Rundfunkanstalten im In- und Ausland.

Als gefragte Pädagogin widmet sich die Virtuosin mit besonderem Engagement heute ganz dem Unterrichten an mehreren deutschen Musikhochschulen:
seit 1981 Lehrauftrag an der Musikhochschule in München (1994 Honorarprofessur) sowie weitere Lehraufträge an den Hochschule in Saarbrücken (1984 bis 1987) und in Stuttgart (seit 1996).